Kalium ist eines der wichtigsten Mengenelemente des Körpers und eines der bedeutsamsten Blutsalze. Es spielt eine wesentliche Rolle bei der Nerven- und Muskelfunktion sowie der Regulation des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts. Im Blut findet sich nur ein winziger Bruchteil des Gesamtkörperkaliums, das meiste Kalium ist in den Zellen.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess
Vitamin D (Kalziferol, Calciferol) bezeichnet eine Gruppe fettlöslicher Vitamine. Vitamin D3 (Cholekalziferol, Cholecalciferol) kann bei Sonnenlicht in der Haut gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen werden (Vorkommen, Funktion, täglicher Bedarf). In der Leber wird es zu 25-Hydroxy-Cholekalziferol umgewandelt. In den Nieren entsteht dann daraus das biologisch aktive Vitamin D, das 1,25-Dihydroxy-Cholekalziferol (Calcitriol), das seine Hauptwirkungen im Kalzium- und Knochenstoffwechsel entfaltet.
Zu hoch dosierte Therapie mit Vitamin D
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Kalzitonin (Calcitonin, hCT) ist ein in der Schilddrüse produziertes Hormon, das an der Regulation des Blutkalziumspiegels beteiligt ist.
Verdacht und Verlaufskontrolle medullärer Schilddrüsenkarzinome
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Kalzium ist ein Mengenelement. Es bildet zusammen mit Phosphat den wichtigsten Teil der Knochen- und Zahnsubstanz. Es ist außerdem beteiligt an der Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln, der Muskelkontraktion und der Blutgerinnung.
Blut:
Urin:
Blut:
Urin: z. B. Vitamin-D-Mangel
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess
Adrenalin, Noradreanlin und Dopamin werden als Katecholamine zusammengefasst. Katecholamine fungieren zum einen als Überträgerstoffe des Nervensystems. Zum anderen sind sie Hormone, die etwa im Rahmen der Stressreaktion freigesetzt werden und die Herz-Kreislauf-Tätigkeit steigern. Vanillinmandelsäure, Homovanillinsäure und Metanephrine sind Abbauprodukte der Katecholamine.
Blut:
24-Stunden-Sammelurin:
Alle genannten Normalbereiche sind stark laborabhängig.
Verdacht auf katecholaminproduzierenden Tumor
Je nach der verwendeten Methode sind vor und während der Untersuchung besondere Nahrungsvorschriften zu beachten, evtl. empfiehlt sich auch das Absetzen von Medikamenten. Fragen Sie Ihren Arzt danach, falls eine Untersuchung der Katecholamine bei Ihnen geplant ist.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Bei sehr schlecht eingestelltem Diabetes, aber auch beim Fasten, werden statt Glukose Fettsäuren verstoffwechselt. In der Folge werden in der Leber Ketone (z. B. Acetessigsäure und beta-Hydroxybuttersäure) gebildet und ins Blut freigesetzt. Bei großen Mengen von Ketonen droht eine metabolische Azidose.
Negativ
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Das Komplementsystem gehört zur unspezifischen Immunabwehr. Neben der Abwehr von Krankheitserregern vermindert es überschießende Immunreaktionen, die körpereigene Strukturen bedrohen würden (Autoimmunerkrankungen). Die etwa 30 Eiweiße des Komplementsystems, die Komplementfaktoren, sind in den Körperflüssigkeiten gelöst und werden im Bedarfsfall nacheinander aktiviert (vergleichbar den Gerinnungsfaktoren). Für diagnostische Zwecke reicht meist die Bestimmung der beiden Faktoren C3 und C4.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Das Nebennierenrindenhormon Kortisol hat viele Wirkungen, ein Großteil davon erklärt sich aus seiner Funktion als Leistungs- und Stresshormon (Abb. Kortisol-Regelkreis). Kortisol ist zu 97 % an Transporteiweiße gebunden, biologisch aktiv ist aber nur das freie Kortisol. Die Abgabe ins Blut ist sehr von der Tageszeit abhängig, weshalb eine einzelne Bestimmung wenig hilfreich ist.
Mangel oder Überproduktion von Kortisol
Eine Veränderung des Transporteiweißes im Blut verändert auch die Gesamt-Kortisolkonzentration im Blut (z. B. Erhöhung bei Schwangerschaft, Behandlung mit Östrogenen, Pilleneinnahme). Das freie, also wirksame Kortisol ist aber normal, es liegt kein krankhafter Zustand vor.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Kreatinin entsteht im Muskelstoffwechsel, wird aber auch mit der Nahrung aufgenommen. Da es nahezu vollständig und nur über die Nieren ausgeschieden wird, kann es zur Beurteilung der Nierenfunktion genutzt werden. Allerdings ist der Kreatininspiegel im Blut auch abhängig von der Muskelmasse und vom Fleischgehalt der Nahrung.
Kreatinin steigt erst bei ausgeprägten Nierenschäden an und ist deshalb als Suchtest für beginnende Nierenschäden nicht geeignet. Hier ist die Bestimmung der Kreatinin-Clearance oder von Cystatin C besser geeignet. Auch bei niedriger Muskelmasse (z. B. bei alten oder ausgezehrten Menschen) kann der Kreatininwert trotz leichter bis mäßiger Nierenschädigung normal sein.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Bei der Kreatinin-Clearance wird die Kreatininausscheidung pro Minute berechnet und auf die Körperoberfläche bezogen. Hierfür sind eine Blutentnahme und 24-Stunden-Sammelurin erforderlich. Die Kreatinin-Clearance erlaubt eine genaue Einschätzung der Nierenfunktion; bei bereits fortgeschrittener Nierenschädigung (Kreatinin > 3 mg/dl) liefert sie jedoch keine brauchbaren Ergebnisse mehr.
Nierenfunktionsstörung jeglicher Ursache
Zunehmend wird statt der Kreatinin-Clearance das Cystatin C im Blut bestimmt, das im Körper täglich in etwa konstanter Menge entsteht und über die Nieren ausgeschieden wird. Es zeigt Nierenfunktionsstörungen empfindlicher an als das Kreatinin im Blut und es muss nicht wie bei der Kreatinin-Clearance Urin gesammelt werden.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).
Das Spurenelement Kupfer ist enthalten in mehreren Eiweißen v.a. mit Funktionen in Bindegewebe, Blut und zentralem Nervensystem. Im Blut findet sich nur ein geringer Teil des Körperkupfers, wobei 90 % des Kupfers im Blut an Coeruloplasmin gebunden sind.
Autor:
Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Ingrid Wess in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).